Dienstag, 6. November 2012

Gestern ...



...war so garnicht mein Tag. Na irgendwie war es schon mein Tag, immerhin hatte ich Geburtstag, wurde 15, aber es hat sich einfach nicht wie mein Tag angefühlt.
In der ersten Hälfte des Tages habe ich mich einfach nur richtig einsam gefühlt. Ich bin krank geschrieben und irgendwie haben mich die Leute total vergessen. Haufen Glückwünsche auf Facebook von meinen "Freunden". Aber nicht ein Anruf oder eine SMS. Ich hab zwar hier in diesem behinderten Dorf zu Hause eh keinen Empfang, aber das ist ja erstmal egal. Gestern hat mir mal wieder gezeigt, wie unwichtig ich den Leuten doch eigentlich bin ...
Vor mir machen sie einen auf freundlich und nett. Das sie mich mögen und erzählen mir sonst welche Storys. Aber im nachhinein, bin ich ihnen komplett egal.
Nichtmal mein bester Freund (D.) - oder Ex bester Freund?! Hat mir so richtig gratuliert. "Ein kleines "Alles Gute" auf Facebook und das wars. Ich glaube er ist sauer auf mich. Aber er weiß doch, wie dreckig es mir geht ..
Ach keine Ahnung. Der gesamte Tag gestern war nur so zum heulen.

Am Nachmittag  kam dann M. wieder, von dem ich irgendwie schon wieder total genervt war.
In der Nacht zu meinem Geburtstag konnte ich wieder nicht schlafen. War mindestens bis 4:00 nachts wach. Und in der ganzen Nacht habe ich überlegt vielleicht doch wieder in die Klinik zu gehen. Ob dann vielleicht alles besser werden würde. Ob ich es nocheinmal ertragen würde. Am Essenstisch, genau zu meinem Geburtstag, rutschte mir  dies heraus. Plötzlich kam meine Mum und umarmte mich. Ihr Freund sagte, wie stolz er auf mich ist. M. wusste nicht so richtig was er sagen sollte und ich ... ich war für lange Zeit einfach nur wie gelähmt. Ich hatte das jetzt ausgesprochen und ich wusste genau, dass es jetzt auch wahr werden wird. Ich konnte mich einfach nicht mehr bewegen. Um mich herum waren alle froh und haben gelacht. Nur in mir zerbrach ein kleines Stück Hoffnung.  Lange verhaarte ich in dieser Position. Bis ich es irgendwann nichtmehr aushielt und alles aus mir heraus brach. Ich fing an bitterlich zu weinen und zu schluchzen. Dies ging bis zum zum Abend. Aufhören konnte ich einfach nicht. Es schmerzte zu sehr, zu wissen, dass ich wieder weggesperrt werde. Man kann fast sagen es ist wie Gefängnis. Das Gefängnis der kaputten, verletzten und verängstigten Seelen. Wie soll man bitteschön mit 2 mal 15  Minuten Ausgang und 10 Minuten Telefon Zeit am Tag auskommen? Irgendwie muss ich mein Handy rein schmuggeln. Koste es was es wolle ...


1 Kommentar:

  1. Alles Gute nachträglich, Süße :*
    wenigstens bin ich nich die einzige mit diesen Problemen. An meinem Geburtstag erging es mir nicht anders ... Behalt ebenfalls den Kopf oben, da müssen wir zusammen durch! ♥

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