Dienstag, 30. Oktober 2012

Nur wer einmal im Leben ganz unten war, kann das Glück genießen.

Ich habe einen ziemlich langen Tag hinter mir und komme leider jetzt erst zum schreiben. Gleich heute früh ging es los ins Krankenhaus. Schmerzen. Viel zu viele schmerzen, am ganzen Körper. Meine Therapeutin meinte immer das mein Körper mir somit ausdrücken möchte, dass meine Seele leidet. Meine Seele leidet, lange Zeit habe ich es ignoriert und nun trägt sie es über meinen Körper aus. Schön und gut. Wenn da nicht die Angst wäre, dass es doch irgendetwas anderes, vielleicht sogar schlimmes sein könnte. Mit jede Menge Panik bin ich dann in unser örtliches Krankenhaus gefahren. 2 Stunden warten. -.-
Ganze 2 Stunden. Und jeder der mich gut genug kennt weiß, wie ungeduldig ich bin. Naja, ich habe ein entzündetes Gelenk, dass bei mir so starke Schmerzen verursacht. Habe Schmerztabletten und eine Salbe verordnet bekommen. Hoffentlich ist es bald weg.
Aber was mir richtig Angst gemacht hat war, als ich gewogen wurde. Ich wiege nurnoch
46,9 kg. Und ich habe richtig Angst, dass es noch weniger wird. Ich weiß, dass ich ziemlich durcheinander esse und manche Mahlzeiten auch einfach mal weg lasse. Aber mein Gewicht darf auf keinen Fall noch weiter runter gehen. Ich habe keine Lust auf stationären Klinikaufenthalt oder ähnlichem. Das wäre im Augenblick das letzte. Somit heißt es jetzt ebend mein Gewicht im Auge behalten und wenn es geht, ohne das meine Mum es mitbekommt. So wie ich sie kenne, würde es gewaltig Stress geben, wenn sie wissen würde wie viel ich wiege.
Nach der Klinik ging es gleich weiter zum nächsten Termin. Komisch, heute war ich sogar mal recht gut gelaunt. Auf jeden Fall bin ich heute ganz schön geschafft und einfach nur froh, wenn ich dann in meinem Bett liege.
Erst muss ich jedoch noch mit meinem Hund gassi gehen ... naja, was solls.



Montag, 29. Oktober 2012

Hoffe das Beste, und erwarte das Schlimmste.

Die Therapie heute war ganz in Ordnung.  Frau F. versteht mich einfach irgendwie. Nicht so wie meine Mum, die sofort anfängt durchzudrehen und rumzuschreien sobald sie mich nicht versteht oder selbst einfach keine Kraft mehr hat. Das macht mich meistens fertiger, als sie denkt. Dann schreit sie Sachen, wie "Du führst dich auf wie ien kleines Kind" oder "War ja klar, dass du es nicht auf die Reihe bekommst". Zum ersten mal ist es so, dass eine Person wirklich Interesse für mich und meine Probleme zeigt. Das mir eine Person wirklich zuhört und versucht die Dinge auch mal aus meiner Perspektive zu sehen. Na klar, es ist ihr Job. Aber ich fühle mich wohl bei ihr. Und das ist das wichtigste.
Ich kenne viele, die ihre Therapeuten hassen. Mit ihnen nicht klar kommen, sich noch schlechter als vorher fühlen. Mir ging es auch lange Zeit so. Dashier ist jetzt meine fünfte Therapeutin. Und die erste, bei der ich mich mal so richtig aufgehoben fühle. Man darf die Hoffnung halt nicht aufgeben und auch ehrlich sein, wenn man mit einem Therapeut nicht klar kommt. Darum geht es letztendlich in einer Therapie. Ehrlichkeit.
Es ist gerade erst der Anfang meiner Therapie. Ich hoffe einfach nur, dass es besser werden wird. Vielleicht nicht gleich, aber irgendwann.

Als ich dann am Nachmittag wieder zu Hause war ging es mir komischer Weise mal ziemlich gut. Das kann ich jetzt allerdings nicht mehr behaupten. Schreckliche Magenkrämpfe ...
Außerdem kam meine Mum gerade nach Hause, die mich tierischst nervt. Gerade will ich einfach nur, dass der Abend so schnell wie möglich zu Ende geht. Naja, wie heißt es so schön ... durchhalten!



Guten Morgen Depressionen, schön, dass ihr noch da seit.

Mir geht es schrecklich. Mal wieder mache ich mir viel zu viel sorgen. Warscheinlich um nichts....
In der Nacht habe ich grauenvoll geschlafen. Überall diese verdammten Schmerzen und Gedanken, die mich einfach nicht in Ruhe lassen wollen. Und dann habe ich heute auch noch fast verschlafen. Jetzt schnell noch einen Tee machen, etwas kleines essen und dann gehts ab zur Therapie. Bis später ♥


Sonntag, 28. Oktober 2012

(to) stay strong - stark bleiben.

Ich habe mich mit M. getroffen. Er ist mein Freund, wir sind über 1 Jahr zusammen. Haben uns damals in der Klinik kennen gelernt und es gab ziemlich viele Höhen und Tiefen zusammen. Doch so richtig glücklich bin ich nicht mehr. Ich weiß nicht wieso, aber dieses Gefühl von verliebt sein ist nicht mehr so, wie es einmal war. Irgednwie ist es fast sogar weg. Aber so richtig los lassen von ihm kann ich trotzdem nicht. Jedes mal sagt mir dann eine kleine Stimme wieder "Du brauchst ihn doch". Wobei das eigentlich nicht so ist. Zumindest nicht ganz. Ich will selbständiger werden. Doch ich kralle mich schon wieder viel zu sehr an einer Person fest, die mir glaube ich, nicht einmal gut tut. Er ist so negativ. Zu allem. Und das zieht mich genauso runter. So richtig weiß ich einfach nicht, was ich machen soll.

Jedenfalls waren wir spazieren. Vorne Am See, in meiner Nähe. Ich musste einfach weg von zu Hause. Von allem. Doch trotzdem ging es mir nicht gut. Fast schon schlechter. Da war ich schon mal von zu Hause weg, wurde es trotzdem nicht besser ...
Aber ich habe einen Entschluss gefasst. Ich hab zwar vorhin das komplette Gegenteil geschrieben, aber es ist Zeit zu kämpfen! Egal, wie schwer es ist, egal was mir noch alles in den Weg gelegt wird. Ich möchte leben. ich habe so viele Träume. So viel, was ich noch erreichen möchte. Und ich möchte es erreichen. Ich werde es verdammt nochmal erreichen! Es wird mich abartig viel Kraft kosten. Und es wird nie einfacher werden. Doch irgendwann ist der Punkt da, an dem man sich nicht immer nur als Opfer sehen kann. Jetzt heißt es durchhalten, kämpfen, überleben!




Plötzlich wird der Tag zu Nacht. Und die Starken werden schwach.

Kennt ihr das? Dieses plötzliche Gefühl von Schwäche das einen überkommt. Dieses Gefühl nicht mehr zu können. Nicht mehr weiter machen zu können, man am liebsten aufgeben möchte. Man kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr! Alles raubt mir so verdammt viel Kraft. Ich kann kaum noch klar sehen, weil einfach alles total durcheinander ist. Ich weiß nicht woher die ganzen Panikattacken kommen. Ich kann es nicht beschreiben. Es lässt mich einfach verzweifeln. Ich zweifel daran, dass es je besser werden wird. Ich bin am Ende. Jedes mal diese verdammte Angst. Angst, Angst, Angst. Alles dreht sich nurnoch darum. Von früh, bis spät Abends. Es raubt mir den Nerv. Es raubt mir meinen Verstand. Einfach alles.



Samstag, 27. Oktober 2012

Nichts als Panik.

Ich hatte gerade eine Panikattacke. Es kam mir so vor als würde ich sterben. Am ganzen Körper dieser Schweiß und dieses zittern. Es ist so höllisch ...
Auf einmal dachte ich, ich hätte mich verschluckt. Die Luft blieb mir aus und ich bekam Panik. Rießige Panik und ich wusste einfach nicht wie ich mir helfen sollte. Gedanken sprangen in meinem Kopf umher, alles was ich verspürte war reines Chaos, reine Angst. Grausam ist das. Es macht mich wahnsinnig. Wild ging ich hin und her, riss ein Fenster auf. Versuchte mich zu beruhigen. Doch die Stimmen in meinem Kopf wurden einfach nicht leiser. "Du wirst sterben." "Um gottes willen, du wirst ersticken und kein Mensch wird es mitbekommen." Ich hasse diese Gedanken. Doch sie sind einfach da und wollen nicht verschwinden. Schmerzen im Brustkorb breiteten sich wieder aus. Ich spürte sie bis zum Hals hoch und ich wollte nurnoch, dass es aufhört. Ich setzte mich wieder hin und versuchte weiter zu essen. Versuchte es. Ich aß, kaute es gut durch, schluckte und hatte trotzdem das Gefühl, dass kleine Stückchen im Hals hängen bleiben würden. Also spülte ich mit etwas trinken nocheinmal nach. Und so ging es weiter. Bis ich einfach nur randvoll war.
Doch soll das die ultimative Lösung sein? So kann es einfach nicht weiter gehen. Es ist qualvoll und so verdammt anstrengend. Doch wie kann ich es ändern? Mir fällt einfach keine Lösung ein. Mich jemanden anvertrauen kann ich nur schwer. Ich habe Angst als psycho und bekloppt dargestellt zu werden. Ich meine, wie klingt das auch, wenn man plötzlich, einfach mal so mitten im Gespräch erwähnt, dass man qualvolle Angst vor dem ersticken hat. Das man nicht ordentlich essen kann, weil man Angst hat sich jeden Augenblick zu verschlucken. Am Montag habe ich wieder eine Termin bei meiner Therapeutin. Wird sie mir helfen, oder wird sie mir wieder mit Klinik drohen? Kann ich es ihr überhaupt sagen?
Fragen über fragen, doch auf nichts eine Antwort ..



Hallo ...

Dashier ist mein erster Blogeintrag und ich weiß garnicht so richtig wie ich anfangen soll.
Eigentlich war mein ganzes Leben bis jetzt die reinste Katastrophe. Seitdem ich 5 Jahre alt bin läuft einfach alles schief. Eigentlich auch schon davor, aber mit 5 Jahren nahm ich das erste mal wahr, dass etwas nicht stimmte. Mit mir nicht, mit meinen Eltern nicht, mit meiner ganzen Umgebung nicht. Ich war Krank. Hatte eine hormonelle Wachstumsstörung. Bekam jeden Monat Spritzen und verbrachte Stunden in Krankenhäusern. Es war die reinste Plage. Vielleicht habe ich auch deswegen ständige Angst davor eine schwere Krankheit zu haben. Weil ich es einfach satt von Krankenhäusern habe. Ich weiß es nicht ganz ...
Jedenfalls lief vieles, sehr vieles einfach schief in meinem Leben. Sehr viele Sachen, die mich prägten und bis heute noch verfolgen. Lange Zeit dachte ich, ich hätte Ruhe davor. War fast 5 Monate stationär in einer psychiatrichen Klinik. Es ging mir besser. Oder ich habe meine Gefühle auch nur unterdrückt ... ?
Auf jeden Fall habe ich mir lange Zeit nichts anmerken lassen. Bis es mir körperlich wieder schlechter ging. Bis sich meine seelischen Leiden, körperlich bemerkbar machten. Zuerst geriet ich wie immer in Panik. Rannte von Arzt zu Arzt. Jede Menge Ultraschall untersuchungen, Blutuntersuchungen, Magenspiegelungen und so weiter ..  Ständige Übelkeit. Schmerzen im Brustkorb bis hoch zum Hals. Ein fremdkörperartiges Gefühl im Hals und ständige Verzweiflung machen mein Leben nun schon seid etwa einem halben Jahr zur Hölle. Sie wollten mich wieder in eine Klinik sperren. Doch das möchte ich einfach nicht. Sie haben mich einmal dadrin und schwupps lassen sie mich einfach nicht mehr raus. Ich kann niemandem mehr vertrauen. Jede Nacht habe ich sterbens Angst. Denke, ich ersticke. Seit ein paar Wochen bin ich nun wieder in ambulanter Behandlung.
Ich weiß mir einfach nichtmehr zu helfen. Bin ratlos, völlig erschöpft und am Ende. Durch diesen Blog hoffe ich einfach ein paar nette Leute kennen zu lernen, denen es vielleicht sogar ähnlich geht?